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Die sanften Erhebungen der Hügel kennzeichnen die Landschaft von Murisengo: Felder, Weinberge und Wälder wechseln sich in friedvollem Rhythmus und in einem außergewöhnlichen Farbenspiel ab.

Der alte Ortskern von Murisengo zeugt von einer glorreichen und bewegten Vergangenheit.

Das Schloß (Privatbesitz) beherrscht das Ortsbild und bietet einen zauberhaften Blick über die Ortschaft und das Tal. Die Ursprünge gehen ungefähr auf das Jahr 1300 zurück. Im damaligen Baustil ist heute nur noch ein Turm von quadratischem Grundriß mit den typischen Pfeilerköpfen und Zinnenkränzen zu sehen, die wie ein Großteil der Stadtmauern von Kapernsträuchern überwuchert sind. Bedeutend ist die nach Plänen des im Dienste der Savoyer stehenden Architekten, Carlo Ceppi, auf elliptischem Grundriß 1878 erbaute Kapelle. Im Schloß wohnte auch Silvio Pellico, der dort seine "Francesca di Rimini" schrieb.

In Schloßnähe befindet sich die dem Sant’Antonio Abate geweihte Pfarrkirche (18. Jahrhundert), eines der besten Beispiele des Piemontesischen Rokkoko. Der Grundriß ist als griechisches Kreuz gestaltet, umgeben von hübschen kleinen Chören. Die zauberhaften Fresken sind von dem Turiner Maler Giovanni Rapetti und am Deckengewölbe ist eine Vision des Paradieses mit den Himmelshierarchien dargestellt.

Im alten Ortskern bezeugt die Kirche von San Michele, die urkundlich um 1500 als "Oratorio degli Angeli" bezeichnet wird, die religiöse Bedeutung dieses Zentrums ebenso wie der in einem Park befindliche romanische Kirchturm von San Pietro, der Überrest eines Benediktinerklosters ist.

In Corteranzo, einem eindrucksvollen Ortsteil von Murisengo ist das dem San Luigi Gonzaga geweihte Barockkirchlein von großer Bedeutung. Nach Plänen des Architekten Bernardo Vittone erbaut, erinnert diese Kirche im Baustil an die Werke des weltberühmten Guarino Guarini.

Bei einem Besuch in Murisengo muß man auch die "Pirenta", eine Schwefelquelle gesehen haben, deren therapeutische Eigenschaften bereits im 18. Jahrhundert von Pater Agostino De Levis gelobt werden.

Das Quellwasser sprudelt aus einem in Stein gehauenen Gesicht, das im Jahr 1859 der Markgraf Giuseppe Scozia in Auftrag gegeben hat.

VERANSTALTUNGEN

Murisengo, die Trüffelstadt der Provinz Alessandria, mit ihren vier Ortsteilen San Candido, Corteranzo, Casa Battia und Sorina, lädt nicht nur aufgrund ihrer lieblichen und reizvollen Landschaft zu einem Aufenthalt ein. Zahlreiche gastronomische und önologische Veranstaltungen in diesem an Handwerk und Handel reichen Städtchen sind eine Reise wert.

Der Montagsmarkt hat zusehends an Bedeutung gewonnen und auch die Messen sind weiterhin für die Menschen aus dem Tal Gelegenheit der Begegnung und des Austauschs.

Traditionelle Veranstaltungen sind das Fest des Schutzheiligen am ersten Sonntag im September und im November die Trüffelmesse "Trifola d’or".

Seit mehr als 30 Jahren werden auf der Trüffelmesse, die weit in die Vergangenheit zurückreichende Ursprünge hat, die besten Exemplare der hervorragenden im Monferrato gesammelten Tuber ausgezeichnet.

Laut Urkunden aus dem Jahr 1516 umfaßte das Angebot herbstlicher Obst- und Gemüsesorten auch Pilze und Trüffel. In den letzten Jahren erfreut sich die Messe in Murisengo immer größerer Beliebtheit unter den Ausstellern sowie den italienischen und ausländischen Konsumenten und gehört inzwischen zu den wichtigsten inländischen Veranstaltungen.

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